Keine Refundierung für Fachärzte für Nuklearmedizin

Den österreichischen Krankkassen ist gestetzlich vorgeschrieben, dass sie die für die Krankenversorgung ihrer Versicherten notwendigen Leistungen erbringen müssen. Dies wird im Bereich des Sonderfaches Nuklearmedizin von den Krankenversicherungsträgern allerdings ignoriert. Daher müssen Patienten in Österreich bis zur Höchstbemessungsgrundlage Sozialversicherungsbeiträge zahlen, und trotzdem nochmals privat für die Diagnostik und Therapie bestimmter Erkrankungen bezahlen, da es zum Beispiel für die Schilddrüsendiagnostik und die nuklearmedizinische Bildgebung keine flächendeckende Versorgung gibt.

In fast keinem der neun österreichischen Bundesländer gibt es Kassenverträge für in Ordinationen niedergelassenen Nuklearmediziner. Lediglich in einzelnen Bundesländern werden diese Leistungen durch Institute mit Einzelverträgen erbracht.

Besonders krass ist die Situation in Wien: hier müssen Schilddrüsenpatienten bis über 9 Monate warten, um in Spitalsambulanzen betreut zu werden, da es für gesetzlich Versicherte keine Möglichkeiten gibt, sich im niedergelassenen Bereich von Fachärzten für Nuklearmedizin betreuen zu lassen.


Ziel der Berufsvereinigung österreichischer Nuklearmediziner

Die Berufsvereinigung hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt eine Refundierung nuklearmedizinischer Leistungen für in Österreich gesetzlich krankenversicherte Patienten zu erwirken.